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Presse

Gelnhäuser Tageblatt, 05.01.2011

In einem ungenutzten Kuhstall entsteht das „Weidenhof-Q“
Neudorfer Direktvermarkter machen Angebot am Vogelsberger Südbahnradweg - Biergarten kommt

Weidenhof-Q
Geschmackvolles Ambiente im „Q“.
WÄCHTERSBACH (tra). Geschmackvoll Essen und Trinken im „Café Q“. Das ist nur eine Seite des neuen Konzepts im Weidenhof in Neudorf. Im Dezember wurde eine offizielle Eröffnung bekannt gegeben, die fast unterging, denn im täglichen Betrieb war dies nur eine von vielen Ideen, die nach und nach umgesetzt werden. Im „Weidenhof-Q“ konnten die ersten begeisterten Gäste im „Café Q“, wie die offizielle Bezeichnung lautet, begrüßt werden.
Der Weidenhof ist einbezogen in die Werbekampagne des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Da wird für die Schulmilch die Werbetrommel gerührt, unter dem Motto „Fit mit Milch“. Ministerin Lucia Puttrich war dafür eigens im Dezember auf den Weidenhof gekommen um sich die technischen Einrichtungen, wie die Abfüllanlage, und das Angebot des Weidenhofs allgemein anzusehen (das GT berichtete).
Das Team um Claudia Müller hat sich für die kommende Saison vorgenommen, am Südbahnradweg müde gestrampelte und hungrige Radfahrer zu bewirten. Da der Weidenhof schon immer viele Gruppen zu Besichtigungen im Betrieb hatte und weiterhin haben wird, war die Idee, einen Platz nach den Besichtigungen anzubieten, ein Traum, den sich Claudia Müller schnell erfüllen wollte. Immer draußen sitzen, war auf die Dauer nichts. Es musste ein An- oder Umbau her. 50 bis 60 Gäste wollte man unterbringen. Das war so die Personenzahl bei manchen Betriebsführungen. Es konnte losgehen, nur für eine offizielle Eröffnung fehlte plötzlich die Zeit. Das „Café Q“, was sich nach Bauernhof anhört und gewollt ist, wurde gleich angenommen.
Der direkt am Zugang zum „Café Q“ vorbeiführende Südbahnradweg war ein weiterer Grund, etwas anzubieten. In der rustikal ausgestatteten Räumlichkeit ist es gemütlich, und die eingelegte Radlerpause wird schon manchmal etwas ausgedehnt. Dabei kamen der Kaffee und der Kuchen in den letzten Tagen der Radsaison so gut an, dass viele Besucher fragten, ob es auch etwas anderes zu essen gäbe. Eine Speisenkarte, die immer mal wieder neue Gerichte aufweisen wird, ist dem Angebot des Betriebs unterworfen. Ebenso wird es den Salaten ergehen.
Für die kommende Saison hat sich Claudia Müller vorgenommen, im Sommer einen Biergarten für die Radfahrer am Radweg zu gestalten. Auch ein behindertengerechtes WC wird es geben. Über den Hof ist ein Zugang mit Rollstuhl möglich. Dabei kommt der Besucher durch einen schön gestalteten Raum, der mit Kunsthandwerk ausgestattet ist. Dieser Raum ist auch für Ausstellungen vorgesehen.
Da es mit den Sitzgelegenheiten so gut klappt und die Besucher es gut angenommen haben, kann verstärkt daran gegangen werden, öfter Führungen von Gruppen anzubieten. Kindergärten und Schulen sind seit eh und je gern gesehene Besucher. Die Milch aus dem Weidenhof hat schon längst den Weg in die Schulen und Kindergärten in der Region gefunden, ein Kakaogetränk inbegriffen.
Bei den Führungen wird Landwirtschaft sachlich und ehrlich dargestellt. „Wurst kommt nun mal nicht aus dem Hut eines Zauberers“, so Claudia Müller.
Ganz etwas Besonderes dürfen demnächst die Gäste im Weidenhof Q erwarten, denn neben den hausgemachten Spezialitäten, kann das „Café Q“, auf das Ereignis abgestimmt, auch für kleine Feiern gemietet werden. Die Radler können bei einem kühlen Blonden, unter schattigen Bäumen, den Blick über die sanften Wiesen des Brachttals schweifen lassen.
Auch ein Sonntagsbrunch ist auf Anfrage möglich, und wird mit allerlei Köstlichkeiten aus eigener Produktion versehen. Weidenhof Q und „Café Q“ freuen sich auf viel Besucher, und die Kälber freuen sich auf neugierige Kinder im angrenzenden Offenstall.
Die Öffnungszeiten des „Q“: donnerstags bis freitags von 17 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag von 12 bis 22 Uhr.


Frankfurter Rundschau, 03.06.2008

Betreiber des Weidenhofs ausgezeichnet
Neudorfer Paar bekommt Titel „Unternehmer 2008“

Beispielhafter unternehmerischen Erfolg, gewachsen aus Innovationsbereitschaft und nachhaltiger und umweltverträglicher Betriebsführung hat den Weidenhof-Betreibern Claudia und Achim Müller aus Neudorfzum Titel „Unternehmer 2008“ in der Region Main-Kinzig verholfen. Die Auszeichnung durch den Bundesverband der mittelständischen Unternehmer (BVMW) ist zudem mit dem sozialen Engagement sowie der Verantwortung für Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in der Region begründet.
2007 ging der Preis an den ebenfalls in Wächtersbach beheimateten Hydraulik-Komponenten-Produzenten GÜDter Höhn. Achim Müller begann in dem seit einem halben Jahrhundert existierende Betrieb mit Schwerpunkt Milchwirtschafts 1977 seine Ausbildung. Ehefrau Claudia gesellte sich 1988 als Diplom­Agraringenieurin an seine Seite.
Die mehr als 100-köpfige Herde liefert unter anderem Vorzugsmilch, ein unbehandeltes Lebensmittel, das der Weidenhof als einer von fünf Betrieben in Hessen unter besonderen Hygiene-Vorkehrungen erzeugt. Melkfrisch wird sie in der hofeigenen Molkerei in Mehrwegflaschen abgefüllt. Im Zuge der Direktvermarktung liefert der Hofseit 1996 Milch, Joghurt, Quark und Käse zum Verbraucher. Der Weidenhof beschäftigt derzeit vier Festangestellte und rund 25 Aushilfskräfte.
Seit einem Jahr werden in einem Hofladen neben Lebensmitteln Deko- und Lifestyle-Artikel angeboten. 2002 entstand auf dem Hofeine Biogasanlage, in der durch Güllevergärung entstehendes Methangas in zwei Blockheizkraftwerken in Strom umgewandelt wird. Claudia und Achim sind zudem in vielen Landwirtschaftsverbänden aktiv. jan


Gelnhäuser Tageblatt, 29.05.2008

Weidenhof in Neudorf ausgezeichnet
Unternehmerpreis Main-Kinzig des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft verliehen – Mittelstandstag in Hanau

Preisübergabe
Helge J. Kirchner, Sprecher des BVMW-Regionalverbands Main-Kinzig (l.), und Laudator Gerhard Heim überreichen Claudia und Achim Müller (r.) Preis. Bild: Paul
MAIN-KINZIG (rb). Wächtersbachs Bürgermeister Rainer Krätschmer strahlte bei der Bekanntgabe des Preisträgers über beide Backen: Zum zweiten Mal in Folge geht der Unternehmerpreis Main-Kinzig des Bundesverbandes mittelständischer Wirtschaft (BVMW) in die traditionsreiche Messestadt. Nach der Firma HKS aus dem Stadtteil Aufenau geht der diesjährige Preis an den Weidenhof im Stadtteil Neudorf.
In der engeren Wahl waren auch der Schlüchterner Metzger Dirk Ludwig und die in Linsengericht ansässige Sicherheitsfirma SDS. Insgesamt hatte sich ein knappes Dutzend Firmen beworben. Der Preis ist mit einer kleinen Trophäe verbunden, nicht aber mit einem Geldpreis dotiert. Erfahrungsgemäß nutzt er laut Helge J. Kirchner, Sprecher des BVMW-Regionalverbands Main-Kinzig, dem Bekanntheitsgrad und dem Renommee des Unternehmens. Eine Beteiligung zu mindestens 25 Prozent am Firmenkapital ist Voraussetzung für den Mittelstandspreis. Außerdem qualifiziert sich der ausgezeichnete Betrieb automatisch für den Hessischen Unternehmenspreis, der dortige Sieger wiederum hat Chancen für den Bundespreis des Verbandes.
Der Jury kommt es dabei nicht aufKennzahlen wie Umsatz oder Betriebsgröße an. Werte wie soziales Engagement, Nachhaltigkeit, wirtschaftliche Seriosität, Umweltverträglichkeit und Sponsoring sind die entscheidenden Kriterien. Und dies hat der Weidenhof nach Ansicht derJury eindeutig erfüllt. Der Betrieb entstand 1902 durch Zusammenlegung zweier Höfe, hieß es in der Laudatio. Geradezu revolutionär sei der Bau eines Boxenlaufstalls für 30 Milchkühe gewesen. Heute hat der Hof mehr als 300 Rinder. Durch häufige Überschwemmungen sei das Kinzigtal prädestiniert für die Rinderhaltung.
Früh entdeckte der Betrieb, der heute von Achim und Claudia Müller geführt wird, die Direktvermarktung. Ein Hofladen rundet das Angebot ab. Seit 1996 wirdVorzugsmilch erzeugt, Milch, die völlig unbehandelt in Mehrwegflaschen zu den Konsumenten gelangt. Diese Gütesiegel dürfen in Deutschland nur 60, in Hessen ganze fünf Betriebe führen. Vorzugsmilch ist besonderen Qualitätskontrollen unterlegen. Der Hof beschäftigt vier feste Mitarbeiter, 25 Teilzeitkräfte und meistein bis zwei Auszubildende.
Innovative Landwirtschaft Der Weidenhof hat sich früh für technisch Innovationen geöffnet. So wird ein Blockheizkraftwerk betrieben. Eine Biogasanlage, in der Gülle zu Methan und damit zur Stromerzeugung genutzt wird, ist in Planung. Das Betreiberehepaar hat laut Laudator Gerhard Heim immer auch Ehrenämter wahrgenommen. So ist die Diplom-Agraringenieurin Claudia Müller Mitglied in der Kreisgruppe der Rinderzüchter Main-Kinzig und hat ein Amt im DLG-Vorstand inne, ihr Mann ist in Prüfungsausschüssen, der Jagdgenossenschaft und Fachgremien für Vorzugsmilch und Biogas aktiv.
Der 3. Unternehmertreff Main-Kinzig, der vom Hanauer Anzeiger als Medienpartner unterstützt wurde, bildete zahlreichen Firmen eine Plattform für Präsentationen und Fachgespräche. Unterstützt wurde die Veranstaltung auch von der VR Bank Main-Kinzig. Vorstandschef Andreas Hof wie auch Langenselbolds Bürgermeister Jörg Muth warben für persönliche Kontakte, Informationsaustausch über Internet und Handy sei nicht alles. UmVertrauen aufzubauen und neue Kontakte zu knüpfen, sei es wichtig, potenziellen Geschäftspartnern auch in die Augen zuschauen.
Landrat Erich Pipa betonte in seinerAnsprache, im Main-Kinzig-Kreis seien Investoren stets willkommen. Der Kreis leiste gerne Unterstützung; Genehmigungen etwa würden überaus zügig bearbeitet. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Weichen stellen für die Zukunft“. Das könnte für das eine oder andere Unternehmen auch ein Engagement auf dem Balkan bedeuten. Dafür warb zumindest der Honorarkonsul von Bulgarien, Ingo-Endrick Lankau, der das diesjährige Partnerland in groben Zügen vorstellte. „Die großen Produzenten sind alle schon da“, sagte der Darmstädter Rechtsanwalt. Seit der Öffnung des Landes habe sich das Inlandsprodukt hervorragend entwickelt. Dank EU-Beihilfen werde die Infrastruktur weiter ausgebaut.
Die rechtlichen Fundamente (Handelsrecht, Finanzierung, Arbeitsrecht) sei mittlerweile auf EU-Level. Das Investitionsrisiko sei gering. Befürchtungen, dass durch Schaffung von Arbeitsplätzen in Bulgarien hierzulande Jobs wegfielen, seien nicht angebracht. Außerdem sei ein genereller Steuersatz von zehn Prozent auf alles lukrativ. Investitionshemmnissen wie beispielsweise der Korruptionsgefahr werde seitens der EU begegnet, sagte Lankau.
Daneben standen Fachvorträge etwa über Energieeffizienz der Binding Henninger Brauerei, über Mitarbeitermotivation und Zahlungsverkehr auf dem Programm. Dass es in der Klosterberghalle mehrfach laut knallte und die Besucheraufschreckte, hatte handfeste chemische Gründe: Die Gründauer Firma Asecos demonstrierte bei einem Experimentalvortrag den Umgang mit Gefahrenstoffen.

Hintergrund Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) sieht es als eine seiner Aufgaben an, solche Preise wie den gestern in Langenselbold verliehenen auszuloben. Außerdem bietet er Kommunikationstreffen regional und überregional zur Stärkung des Mittelstandes an. Der partei-politisch neutrale, branchen übergreifende Interessenverband mittelständischer Unternehmer repräsentiert über 150 000 Mitgliedsfirmen mit rund 4,3 Millionen Beschäftigten. Er ist in Deutschland die stärkste Kraft des frei organisierten Mittelstandes. Ansprechpartner in der Region ist Helge J. Kirchner, E-Mail BVMW-Gelnhausen@t-online.de Weitere Infos im Internet: www.bvmwonline.de


Gelnhäuser Neue Zeitung, 29.05.2008

Vorzeigebetrieb auf ganzer Linie
Besitzer des Weidenhofs in Neudorf sind die Unternehmer des Jahres

Preisübergabe
Alle Erfolgskriterien erfüllt und ausgezeichnet: Das Unternehmer Ehepaar Claudia und Achim Müller. (Foto: Koch
Langenselbold Wächtersbach (mik). Claudia und Achim Müller sind die Unternehmer des Jahres 2008. Beim gestrigen Unternehmertreffpunkt in der Klosterberghalle Langenselbold überreichte der Vorsitzende des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) Main-Kinzig-Kreis, Helge Kirchner, den Besitzern des Weidenhofs in Neudorf den Preis für besondere Verdienste in Gesellschaft und Wirtschaft.
Das Ehepaar Müller setzte sich gegen die beiden Mitnominierten Dirk Ludwig von der Metzgerei Ludwig in Schlüchtern und Horst Schum von SDS-Sicherheitsdienste in Linsengerichtdurch. Zu den Gratu­lanten gehörten der Schirmherr des Unternehmertreffpunktes, Landrat Erich Pipa, Wächtersbachs Bürgermeister Rainer Krätschmer und der Unternehmer des Jahres 2007, Günther Höhn, Geschäftsführer der Wächtersbacher Handwerkskammer. „Der Weidenhof ist weit über die Grenzen Wächtersbachs bekannt. Durch diesen Preis wird die Popularität und Anerkennung weiter zunehmen“, prophezeite Höhn.
Gerhard Heim von der „Heim und Partner Treuhandgesellschaft“ in Gelnhausen war Vorsitzender der verbandsunabhängigen Jury. Er würdigte das Landwirtschaftsunternehmen Weidenhof als einen Betrieb, der alle Erfolgskriterien von Innovation, Umweltverträglichkeit, Nachhaltigkeit, Mitarbeiterfreundlichkeit bis zu sozialem Engagement und Sponsoring erfülle. 1902 legte der Zusammenschluss zweier kleiner landwirtschaftlicher Betriebe in Neudorf den Grundstein für den Weidenhof. Heute ist das Unternehmen 300 Rinder stark, zählt vier Festangestellte, 25 Teilzeitbeschäftigte sowie Lehrlinge und Praktikanten. Durch zahlreiche neue Investitionen schuf das Ehepaar Müller neue Arbeitsplätze und sorgte für Vielfalt auf dem Hof.
Biogasanlage und Gastraum geplant Seit 1986 liefert der Weidenhof seine Produkte frei Haus, seit 2007 verkauft Familie Müller auch in ihrem gemütlichen Laden. Das Unternehmen ist eines von 60 in Deutschland, das unbehandelte und melkfrische Vorzugsmilch anbietet. Mit der Planung einer Biogasanlage trägt die Familie einen Teil zum Schutz der Umwelt bei. Außerdem planen Landwirte den Umbau eines Stallgebäudes zu einem Gastraum, in dem Besucher die hofeigenen Produkte probieren können. Viele ehrenamtliche Tätigkeiten im Bereich der Landwirtschaft runden das Bild des Unternehmerpaares 2008 ab. „Natürlich wären wir ohne unsere tollen Mitarbeiter nicht in der Lage, das alles zu leisten“, bedankte sich Claudia Müller bei ihren Angestellten. Helge Kirchner betonte die besondere Wichtigkeit des von der VR-Bank Main-Kmzig geförderten Preises. Er hebe den hohen Stellenwert mittelständischer Unternehmen hervor und solle jungen Unternehmern Mut machen, ihren Weg zu gehen, auch wenn dieser mit Risiken verbunden sei. Für die Ehrung waren weder die Verbandszugehörigkeit noch die Größe des Unterneh­mens von Bedeutung – alleine die Persönlichkeit der Preisträger zählte. Die Gewinner des Unternehmenspreises Main-Kinzig qualifizieren sich automatisch für die Verleihung auf Landesebene. Der Unternehmertreffpunkt stand unter dem Motto „Weichen stellen für die Zukunft“. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmer steigert sich. Durch Information und Kontakte sollen Geschäfte abgeschlossen werden“, formulierte Günther Richter, Landesgeschäftsführer des BVMW Hessen-Thüringen, das Ziel des Treffens.
Mittelständische Unternehmen informieren an Ständen über ihre Arbeit. Der Generationenwechsel in Unternehmen, Motivation und Bindung von Mitarbeitern und der EU-Inlandszahlungsverkehrsmarkt gehörten zu den Kernthemen und Diskussionspunkten der Veranstaltung. Partnerland des Treffens war Bulgarien, an dessen Gemeinschaftsstand der Honorarkonsul Bulgariens für das Land Hessen, Ingo Endrick Lankau sowie Dr. Maia Alandjiyska-Schulz über Land, Leute und die Wirtschaft Bulgariens Rede und Antwort standen. Kunst und kulinarische Genüsse des neuen EU-Mitgliedes durften dabei nicht fehlen.

2007

DIE REGIONALE, 10.08.2007

JSG Aufenau/Brachttal/HWN
Jahresabschlussfeier der F-Jugend nach dem Motto: Kinderfußball für die ganze Familie.

Jahresabschlussfeier der F-JugendAm 07./08.07.2007 fand auf dem Sportgelände in Hesseldorf die traditionelle Abschlussfeier der F-Jugend statt, bei der nicht nur die Spieler, sondern die ganze Familie ein großes Fest feierten. Nach dem Aufbau des Zeltlagers ging es gleich mit den Ehrungen der Trainingsfleißigsten weiter, im Anschluss wurde in jeder Allersgruppe der Siebenmeterkönig ermittelt.
Der Höhepunkt des ganzen Tages folgte dem Abendessen: das Rundenabschlussspiel Eltern gegen Kinder, das die Kinder wie immer für sich entscheiden konnten. Mit Beginn der Dunkelheit trafen sich dann noch die Eltern und Betreuer zu einem Siebenmeterschießen.
Nach dem opulenten Frühslück am nächsten Morgen wurden die Eltern und Kinder in die fußballose Zeit verabschiedet.
Nachdrücklich möchten sich alle Beteiligten für die Sachspenden bei den Firmen Globus, Mc Donald, Bäckerei Naumann und dem Weidenhof in Neudorf recht herzlich bedanken.
Falls es noch sportbegeistere Jungen und Mädchen gibt, die sich eventuell für den Fußball interessieren, können sie sich bei folgenden Trainern über die Trainingszeiten informieren.
Jahrgang 98 bei Stefan Mathes 06053-7718
Jahrgang 99 bei Ludwig Zimmer 06053-7888


Gelnhäuser Neue Zeitung, 09.08.2007

Interview mit der besten Kuh im Stall
Hessischer Rundfunk berichtet live vom Neudorfer Weidenhof/ Gelnhäuserin gewinnt Milchlieferung
Von Barbara Hoppe

HR3-Reporter Markus Bohnacker
HR3-Reporter Markus Bohnacker interviewt Kuh Rabana. (Foto:Hoppe)
Wächtersbach-Neudorf. „Eine Kuh für ein Jahr“ verloste der Hessische Rundfunk mit hr3 live in seiner Sendung „Pop und Weck“. Anlässlich der Diskussion um steigende Preise bei Milch und Milchprodukten interviewte Markus Bohnacker dazu Rabana, die beste Kuh des Weidenhofs in Neudorf. Der HR übernimmt für ein Jahr die Kuhpatenschaft für Rabana, und gewonnen hat eine junge Mutter aus Gelnhausen, die sich nun dank des Weidenhof-Lieferservices über die Milchversorgung für ein Jahr freuen kann.

Obwohl Bohnacker beim Interview mit Rabana feststellte, dass die Dame einen etwas strengen Mundgeruch hat und das Mikrofon aufessen wollte, ist sie kerngesund. Der Weidenhof ist nämlich einer von nur noch höchstens 60 Betrieben deutschlandweit, die sich Vorzugsmilchbetrieb“ nennen dürfen. Das heißt nicht nur vorzügliche Milch, sondern dazu bedarf es, so die Chefin Claudia Müller stolz, eines hygienisch sehr hohen Standards, der ständig kontrolliert wird. So werden monatlich hier von jedem Euter jeder der etwa 120 Milchkühe „Viertelgemelksproben" entnommen.

Proben aus jeder einzelnen Zitze werden auf Keime und Zellgehalt geprüft. Ist der hohe Standard gegeben, darf in dem Fall Rohmilch an Privatleute verkauft werden.
Von der Preiserhöhung sind bisher erst ganze 2 Cent beim Erzeuger angekommen, betont Achim Müller. Seine Maxime ist Frische und hohe Qualität, die man auch schmeckt. Nach dem Genuss eines Joghurts konnte selbst Markus Bohnacker, bekennender Großstädter aus Frankfurt, eine paar Vorteile im Landleben entdecken.

300 Kühe machen viel Arbeit. Dabei helfen nicht nur Oma und Opa mit, sondern auch Melkerin Steffi Dworak, die nun den Weidenhof für eine weiterführende Technikerausbildung verlässt und durch Alex Zimmer ersetzt wird. Das „Mädchen für alles“ ist Alex Zimmer, während Burkhardt Gutmann der „Herr der Maschinen“ ist. Neu angefangen haben zwei Azubis zum staatlich geprüften Landwirt. Der 16jährige Daniel Birkenstock aus Wolferborn, der später einmal den elterlichen Hof übernehmen wird, und der 17-jährige Martin Frosch aus Udenhain, der schon seit vielen Jahren bei Bauern aus Leidenschaft mithilft, gehören ab sofort zur großen Familie und werden ebenso mitverpflegt wie Gäste, die hier Ferien auf dem Bauernhof machen. Dabei nimmt Gast Jörg Dornwell eine Sonderstellung ein, hat er doch schon vor zwölf Jahren Claudia und Achim Müller beim Aufbau ihrer Direktvermarktung beigestanden. Auf dem Weidenhof gibt es einen Laden, in dem die frischen Produkte direkt erworben werden können. Im Hofladen gibt es nur eigene Erzeugnisse wie Milch, Käse, Joghurt, Eier, aber auch Fleisch von den eigenen Rindern, mit denen man hier noch „per Du“ ist. Gemüse ist ebenfalls von einheimischen Erzeugern zu haben, und selbst niedliche handgefertigte Geschenkartikel fehlen nicht im Angebot. Wer außerhalb der Ladenzeiten frische Qualität möchte, kann im „kleinen Laden des Vertrauens“ viele Produkte entnehmen. Eine Preisliste und Waage ermöglichen die Preisermittlung und der Betrag wird einfach hingelegt.

Ganz aktuell ist die neuerdings beworbene „ESL-Milch“ (extended shelf life) mit noch längerer Haltbarkeit, auf die einige Discounter generell umstellen wollen. Obwohl die Werbung suggeriert, das sei köstlich, dürfte nicht mehr viel natürlicher Geschmack enthalten sein.

Verständlich, dass Müllers sich freuen, dass langsam ein Umdenken bei der Bevölkerung bemerkbar ist, die Leute beginnen, auf Qualität zu achten, denn „billig geht eine Zeit lang, aber langfristig geht die Qualität zwangsläufig runter“. Die verwandten Mehrwegverpackungen machen zwar etwas mehr Arbeit, aber sie helfen, Verpackungsmüll zu reduzieren und schonen die Ressourcen.

Der Lieferservice bietet nicht nur frische Qualität aus der Region, sondern gibt sogar noch weiteren 30 Mitmenschen hier Arbeit. Privatkunden werden im Radius von etwa 20 Kilometern, die öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten im 50 Kilometerradius beliefert. Und dabei ist die Lieferung an die Haustür gar nicht teuer.


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